Nutzung von Selbsthilfegruppen für Glücksspielende

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen eine Studie zur Nutzung von Selbsthilfegruppen für Glücksspielende vor. Die Forschungsgruppe Glücksspiel der Universität Bremen führt sie im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport durch. Unsere Mitarbeiterin, Dipl.-Psych. Lydia Girndt, erhebt in diesem Zusammenhang bundesweite Daten für ihre Dissertation.

Zum Hintergrund

Glücksspielsucht ist eine anerkannte Krankheit, die das Alltagsleben von Betroffenen dominiert. Betroffene verspüren ein unwiderstehliches Verlangen nach dem Glücksspiel und nehmen nahezu jede Gelegenheit zum Spielen wahr. Dadurch vernachlässigen sie wichtige berufliche Verpflichtungen und soziale Kontakte, verspielen manchmal Haus und Hof.

Die ambulante Beratung steht Betroffenen und ihren Angehörigen mit Fachwissen und Methodenkenntnissen zur Seite. In Selbsthilfegruppen profitieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Erfahrungswissen der anderen. So scheinen ambulante Suchtberatung und Selbsthilfegruppen sich ideal zu ergänzen. Während viele Betroffene beide Unterstützungsformen nutzen, bevorzugen andere entweder die professionelle Hilfe oder die Selbsthilfe. Über die Nutzung von und Erwartungen an Selbsthilfegruppen für Glücksspielende in Deutschland ist dennoch wenig bekannt.

Fragestellung

Die Studie geht den Fragen nach,

  • wie und von welchen Personengruppen verschiedene Hilfeangebote genutzt werden,
  • warum insbesondere Selbsthilfegruppen aufgesucht oder gemieden werden und
  • wie sich das Angebot verbessern lässt, um mehr Betroffene zu erreichen.

Die Doktorarbeit wird untersuchen,

  • welche Unterschiede es zwischen verschiedenen Personengruppen in der Nutzung von Selbsthilfegruppen für Glücksspielende gibt.

Zur Analyse dieser Fragen vergleichen wir die Antworten der Personen, die (auch) eine Selbsthilfegruppe besuchen mit denjenigen, die ausschließlich die Suchtberatung nutzen. 

Mitmachen

Die Datenerhebung ist für Mitte April 2019 bis Ende Juni 2019 geplant.

UPDATE: WIR DEHNEN DEN ERHEBUNGSZEITRAUM BIS IN DEN JULI 2019 AUS.

Zur Unterstützung braucht das Forschungsteam

  1. Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner aus spezifischen Selbsthilfegruppen für Glücksspielende, die die Fragebögen in ihren Gruppen verteilen, und
  2. Beraterinnen und Berater aus ambulanten Suchtberatungsstellen, die die Fragebögen an Klientinnen und Klienten mit Glücksspielproblematik verteilen.

Den abschließenden Ergebnisbericht stellt das Team den Teilnehmenden zur Verfügung.

Wenn Sie die Studie unterstützen mögen oder weitere Informationen brauche, wenden Sie sich bitte mit einem Anruf oder einer E-Mail an:

Dipl.-Psych. Lydia Girndt
Tel.: 0421 / 218 68705
E-Mail: lydia.girndt@uni-bremen.de

Selbstverständlich werden alle Erfordernisse der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) berücksichtigt. Die Studie wurde durch die Ethikkommission der Universität Bremen positiv bewertet. Alle Mitarbeitenden und Kontaktpersonen unterzeichnen die folgende Verschwiegenheitserklärung:

Hiermit verpflichte ich mich, alle personenbezogenen Daten die mir im Rahmen der Studie mit dem vollständigen Titel „Die Bedeutung der Selbsthilfe in der Versorgung pathologischer Glücksspieler*innen: Nutzen, Grenzen und Optimierungspotenziale“ bekannt werden, und alle weitern Angelegenheiten, die die Teilnehmenden der Studie betreffen, vertraulich zu behandeln und hierüber gegenüber Dritten Verschwiegenheit zu bewahren.